Fragen und Antworten

In den Texten tauchen gelegentlich genderspezifische Bezeichnungen auf. Um den Lesefluss nicht zu bremsen, verwende ich jeweils nur eine Form, gemeint sind aber selbstverständlich immer alle Geschlechter!

„Was ist Image Design?”

Beim Image Design geht es darum, eine visuelle Sprache zu entwickeln, die das Alleinstellungsmerkmal Ihres Unternehmens klar und deutlich zum Ausdruck bringt. Fotografien sind hierbei ein Schlüsselelement, da sie nicht zwingend objektiv und sachlich sein müssen, sondern Emotionen auslösen und eine viel persönlichere Beziehung aufbauen können. Image Design geht aber noch einen Schritt weiter, denn erst durch die richtige Präsentation werden aus Fotografien Bilder, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Kompass
Marine Directional Compass, 1917

„Was heißt Unternehmensfotografie einen Schritt weiter gedacht?”

Bei der Unternehmens- oder Businessfotografie dreht sich alles um die Erstellung von Bildmaterial zur Nutzung im gesamten geschäftlichen Umfeld eines Unternehmens – von der Internetseite über Prospekte und Verpackungen bis hin zur großen Werbekampagne. Das Spektrum reicht von Porträtaufnahmen der Geschäftsleitung und der Mitarbeiter über Aufnahmen der Geschäftsräume und Produktionsstätten bis zu Architektur- und Produktfotos. Gelegentlich werden auch Reportagen von Produktvorstellungen, Messeauftritten, oder anderen Events angefertigt. Auch der Begriff „Industriefotografie“ taucht häufig auf, gemeint ist hiermit vor allem die Fotografie für große Unternehmen aus dem Bereich der industriellen Fertigung.

Meistens werden Ihnen am Ende eines Auftrags die Fotografien einfach nur überreicht und Sie können diese dann für die vereinbarten Zwecke nach Belieben nutzen. Was Sie allerdings genau damit anstellen und ob die Art und Weise, wie Sie die Bilder nutzen, den gewünschten Erfolg bringt, hängt allein von Ihnen ab. Vielen Unternehmern, vor allem Start-Ups und Solo-Selbstständigen, fehlt jedoch oft die Zeit oder das nötige Wissen, Bilder sinnvoll und gezielt einzusetzen.

Ich lasse Sie mit Ihren Bildern nicht alleine, sondern sorge dafür, dass sie den gewünschten Zweck auch wirklich erfüllen: Ihr Unternehmen überzeugend und erfolgreich zu präsentieren und Ihre Zielgruppe dort zu erreichen, wo sie zu finden ist. Ganz besonderes Augenmerk liegt dabei auf Ihrem Internetauftritt. Ich unterstütze Sie bei der Optimierung Ihrer eigenen Homepage, Ihrem „Google My Business“-Profil sowie Ihrer Social Media-Kanäle. Auf Wunsch vermittele ich Kontakte zu Expertinnen aus den Bereichen Webhosting, Webentwicklung (etwa für Online-Shops), Grafikdesign oder Social-Media-Marketing. Gerne koordiniere ich die verschiedenen Arbeiten, damit Sie mehr Zeit für Ihr Unternehmen haben und sich um nichts kümmern müssen.

Leiterplatte
Unterseite einer Leiterplatte (Printed Circuit Board, PCB)

„Ein Fotoshooting ist bestimmt teuer. Reichen nicht auch kostenlose Fotos aus dem Internet?“

Professionelle Fotografien haben nicht bloß einen Preis, sie haben vor allen Dingen einen Wert! Bilder sind ein zentraler Bestandteil der „Corporate Identity“, des „Images“ einer Firma – genau wie das Firmenlogo, die Visitenkarten, das Briefpapier. Bilder zeigen Ihren Kunden das Gesicht Ihres Unternehmens. Sie verraten auf subtile Weise die Wertschätzung die Sie Ihrer Arbeit, Ihrem Angebot und damit auch Ihren Kunden entgegenbringen.

In der Gründungsphase ist es besonders wichtig, sich als Marke zu positionieren und deutlich von Mitbewerbern abzuheben, aber auch etablierte Unternehmen müssen ihr Image ständig pflegen. Hat sich ein bestimmtes „Bild“ erst einmal in den Köpfen festgesetzt, lässt es sich nur sehr mühsam ändern. Neben der manchmal schwierigen rechtlichen Situation zur gewerblichen Nutzung kostenloser Fotos aus dem Internet, führen solche Bilder auch schnell zur Beliebigkeit. Vor allem dann, wenn die Konkurrenz zufällig dieselben oder zumindest sehr ähnliche Bilder verwendet.

An Bildern zu sparen, heißt am falschen Ende zu sparen. Für jedes Budget lassen sich passende Lösungen finden! Auch nur eine einzige, auf den Punkt getroffene Aufnahme – und diese dann richtig eingesetzt – ist besser als eine ganze Seite voller belangloser, nichtssagender Fotos.

Lassen Sie uns herausfinden, welche Lösungen am besten zu Ihrem Unternehmen passen!

„Wie läuft ein Auftrag ab?“

Zunächst treffen wir uns zu einem ausführlichen und unverbindlichen Vorgespräch, um uns kennenzulernen und alle Details zum Auftrag zu besprechen. Gerne komme ich dazu in Ihr Unternehmen, damit ich mir gleich einen Eindruck von den Gegebenheiten vor Ort machen und Ideen sammeln kann, die für ein späteres Fotoshooting interessant sein könnten. Es ist aber auch möglich, das Vorgespräch als Video-Konferenz abzuhalten.

In diesem Gespräch geht es vor allem darum herauszufinden, wie das Alleinstellungsmerkmal Ihres Unternehmens überzeugend vermittelt werden kann und welche Möglichkeiten sich dafür bieten. Dazu werde ich Sie mit vielen Fragen zu Ihrer Motivation zur Gründung Ihres Unternehmens, Ihren Wünschen, Zielen und Erwartungen löchern und mindestens genauso viele Ihrer Fragen beantworten. Darüber hinaus schauen wir uns Ihren aktuellen Internetauftritt an und überlegen, ob und wo es Verbesserungspotenziale gibt, die in das Konzept des Auftrages einfließen können. Auf dieser Grundlage erstelle ich Ihnen ein detailliertes und transparentes Angebot mit meinen Vorschlägen zur Umsetzung.

Nachdem wir das Angebot besprochen haben und Sie mir den Auftrag erteilen, suchen wir einen passenden Termin für das Fotoshooting. Je nachdem, ob betriebliche Abläufe fotografiert werden sollen oder nicht, kann dieses auch außerhalb Ihrer regulären Geschäftszeiten, z. B. am Wochenende, stattfinden. Von den angefertigten Aufnahmen treffe ich eine Vorauswahl, die wir dann gemeinsam anschauen und die jeweils besten Aufnahmen für die spätere Verwendung auswählen. Die fertig bearbeiteten Fotografien bekommen Sie am Ende sowohl als hochauflösende digitale Kopien für Druckerzeugnisse aller Art als auch in für die geplanten Verwendungen im Internet optimierten Formaten.

Stethoskop
Stetho­skop und Sphygmo­­mano­­meter zur Blut­druck­­messung

„Wie lange dauert ein Fotoshooting?“

Der Zeitbedarf hängt von der Art und dem Umfang des Auftrages ab. Ein einzelnes Porträt kann in 10 Minuten, plus Auf- und Abbau, aufgenommen sein, sollen mehrere Geschäftsräume und Produktionsstätten, Produktionsabläufe und Mitarbeiter fotografiert werden, kann das Shooting auch mehrere Stunden bis zu einem ganzen Tag dauern. Manchmal kann es sogar sinnvoll sein, verschiedene Sets an unterschiedlichen Tagen zu fotografieren.

Da ich mein Honorar nicht nach festen Stunden- oder Tagessätzen berechne, spielt die Zeit von meiner Seite aus keine so entscheidende Rolle. Wichtiger ist, wie viel Zeit Sie sich nehmen können und wollen und wie die Aufnahmen in Ihre geschäftlichen Abläufe eingebunden werden können. Eine angenehme und stressfreie Atmosphäre ist besser als Zeitdruck und der ständige Blick auf die Uhr.

„Und wie lange dauert ein Immobilien-Shooting?“

Ausschlaggebend ist hier die Anzahl der zu fotografierenden Räume. Da ich jeden Raum in der Regel aus verschiedenen Ecken fotografiere, um hinterher die beste Ansicht auswählen oder im Exposé einzelne Räume aus verschiedenen Blickwinkeln zeigen zu können, rechne ich jeweils mit 10 Minuten pro Raum. Beachten Sie dabei auch, dass Küchen, Bäder/WCs und Flure jeweils als ein weiterer Raum zählen, genauso wie Außenaufnahmen der Fassade oder des Gartens. Für die Mindestanzahl von 10 Fotos sollten also etwa 1,5 Stunden eingeplant werden.

„Warum werden extra Lizenzgebühren berechnet? Bekommen wir nicht einfach nur die Bilder?“

Sie sind es bestimmt gewohnt, Fotos vom Fotostudio gerahmt oder als Papierabzüge zu bekommen, um sie an die Wand zu hängen, zu verschenken oder ins Fotoalbum zu kleben. Der Zweck dieser Bilder ist es, eine Wand zu verschönern oder persönliche Erinnerungen zu bewahren. Die Nutzung solcher Fotos für gewerbliche Zwecke ist dabei nicht vorgesehen.

In der Unternehmensfotografie werden Bilder jedoch genau für diesen Zweck angefertigt. Sie dienen als Werbeträger und haben somit eine andere Aufgabe zu erfüllen. Es geht nicht um den Besitz der Bilder an sich, sondern um deren Nutzung als Werbemittel.

Mit dem Druck auf den Auslöser der Kamera entstehen Urheberrechte nach dem Urheberrechtsgesetz (UrhG). Als Fotograf bin ich danach zunächst alleiniger Inhaber sämtlicher Rechte an den entstandenen Werken und nur ich darf entscheiden, was mit ihnen passiert. Damit Sie die Bilder für Ihre gewerblichen Zwecke nutzen dürfen, muss Ich Ihnen die notwendigen Nutzungsrechte also erst übertragen. Die Übertragung dieser Rechte ist an die Zahlung einer Lizenzgebühr geknüpft.

Um die Lizenzgebühr so niedrig wie möglich zu halten, ist es möglich, für jedes Foto individuell den Nutzungsumfang festzulegen. Damit Sie nicht lange überlegen müssen, wofür Sie ein Bild verwenden dürfen, bekommen Sie von mir automatisch immer die Nutzungsrechte für alle Medien, online und offline. Sie müssen also nur noch überlegen, wie lange Sie die Bilder nutzen wollen und in welchem räumlichen Gebiet. Lediglich für eine besonders intensive Bildnutzung, wie zum Beispiel auf einer Produktverpackung, ist zusätzlich eine erweiterte Lizenz erforderlich, die der besonderen Bedeutung solcher Fotografien Rechnung trägt.

„Gibt es noch andere rechtliche Dinge, die bei der Nutzung der Bilder beachtet werden müssen?“

Wenn Sie Fotos für gewerbliche Zwecke nutzen möchten, auf denen erkennbare Personen abgebildet sind, z. B. Ihre Mitarbeiter, benötigen Sie von jeder einzelnen Person eine schriftliche Einverständniserklärung. In unserem Vorgespräch werden wir uns auch darüber unterhalten. Sie bekommen von mir, wenn nötig, vor dem Shooting sogenannte „Model-Releases“ ausgehändigt, die nur noch ausgefüllt und unterschrieben werden müssen.

Sind Gegenstände auf den Aufnahmen zu erkennen, an denen Rechte Dritter bestehen, wie zum Beispiel Kunstwerke, geschützte Designs oder Logos von anderen Unternehmen, werden auch dafür Nutzungsrechte von den jeweiligen Rechteinhabern benötigt. Einfacher und günstiger ist es daher, solche Gegenstände erst gar nicht zu fotografieren. Soweit möglich, versuche ich rechtliche Probleme im Vorfeld zu vermeiden oder zumindest darauf aufmerksam zu machen. Da ich aber nicht die Möglichkeit habe, alle denkbaren Rechtsfragen abschließend zu klären, liegt es letztlich in Ihrer Verantwortung als Nutzer, dafür Sorge zu tragen, die Bilder vollumfänglich verwenden zu dürfen.

Buch
Antikes Buch

„In welchem Format und in welcher Auflösung bekommen wir die Bilder?“

Sie erhalten Ihre Bilder immer in den für den jeweiligen Zweck optimalen Formaten. Um zum Beispiel das Suchmaschinen-Ranking Ihres Internet-Auftritts zu optimieren, sind z. B. kurze Ladezeiten ein wichtiger Faktor. Hier gilt es, einen guten Kompromiss zwischen Darstellungsgröße, Auflösung und Dateigröße der Bilder zu finden. Für jede Abbildung sind daher unterschiedliche Anpassungen notwending. Darüber hinaus ist es sinnvoll, unterschiedlich große Versionen desselben Bildes anzubieten, damit z. B. auf einem Smartphone mit kleinem Display eine kleinere Datei heruntergeladen werden kann, als auf einem großen Desktop-Bildschirm. Dies verkürzt nicht nur die Ladezeit, sondern schont auch das mobile Datenvolumen Ihrer Besucher. Auch für Ihre Profile in den sozialen Netzwerken werden meist spezielle Bildformate benötigt.

Darüber hinaus bekommen Sie die Bilder immer auch in einer so hohen Auflösung, dass großformatige Print-Anzeigen problemlos damit erstellt werden können. Wenn Sie die Aufnahmen für ein Druckerzeugnis benötigen, sprechen Sie am Besten vorher mit Ihrer Druckerei, in welchem Format und in welchem Farbraum Sie die Fotos anliefern müssen, um bestmögliche Ergebnisse zu erhalten. Sollte ich Ihnen die erforderlichen Dateien nicht sowieso schon zur Verfügung gestellt haben, hole ich dies jederzeit während der Lizenzdauer gerne nach.

Nicht zur Verfügung stellen kann ich Ihnen jedoch die Rohdaten der Aufnahmen. Diese sind vergleichbar mit den Negativen der analogen Ära und bleiben immer – auch zum Nachweis der Urheberschaft – Eigentum des Fotografen.

„Was hat es mit der Künstlersozialabgabe auf sich?“

Laut Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG) sind für die Inanspruchnahme künstlerischer oder publizistischer Leistungen Sozialabgaben durch den Verwerter zu zahlen. Zu diesen Leistungen zählen auch Aufträge an selbstständige Fotografen und Designerinnen, unabhängig davon, ob diese selbst über die Künstlersozialkasse (KSK) pflichtversichert sind oder nicht. Die Pflicht zur Zahlung einer Sozialabgabe an die KSK ist jedoch von verschiedenen Faktoren abhängig, u. a. von der Höhe der Honorare und Lizenzgebühren, die im Laufe eines Jahres an Künstlerinnen, Publizisten usw. gezahlt wurden sowie von der Häufigkeit der Inanspruchnahme solcher Leistungen.

Ob Ihr Unternehmen zur Zahlung der Künstlersozialabgabe verpflichtet ist, erfahren Sie auf der Internetseite der Künstlersozialkasse. In der Regel müssen Sie Ihr Unternehmen einmalig registrieren und dann jährlich die gezahlten Honorare und Lizenzgebühren melden. Die KSK prüft daraufhin, ob Sie zur Zahlung der Künstlersozialabgabe verpflichtet sind und welchen Beitrag sie ggf. zu entrichten haben. Der Abgabensatz wird jährlich neu ermittelt und bis Ende September für das Folgejahr bekanntgegeben. In den letzten Jahren lag er jeweils bei etwa vier bis fünf Prozent der Auftragssumme.

„Ich habe noch weitere Fragen. Können Sie mir weiterhelfen?“

Selbstverständlich gerne! Da ich viel unterwegs bin, schreiben Sie mir am besten gleich eine E‑Mail. Ich melde mich so schnell wie möglich bei Ihnen, um Ihre Fragen zu beantworten.